Friedenspreisträgerin 2018: Emma González


Emma González ist noch nicht einmal 20 Jahre alt, als sie Anfang dieses Jahres durch Zufall den Amoklauf von Nikolas Cruz an einer Schule im nordamerikanischen Parkland überlebt; 17 Menschen sterben, 15 Personen werden verletzt.

Auf einer Gedenkveranstaltung kurz nach diesem Ereignis hält Emma González eine Rede, in der sie unter anderem sagt: Wenn der Präsident mir ins Gesicht sagt, dass das eine schreckliche Tragödie war (…) und dass man nichts tun kann, dann sage ich ihm, dass er für diese Haltung 30 Millionen Dollar von der National Rifle Association (NRA) bekommen hat.

Aus der spontanen Empörung über die oft todbringende Verflechtung von Waffenherstellern einerseits und Politikern und Politikerinnen der republikanischen Partei andererseits entsteht schnell eine Bewegung: Emma González gründet mit anderen Mitschülern und Mitschülerinnen die Organisation Never Again MSD, die für eine stärkere Kontrolle des Schusswaffenbesitzes mit verschärften Waffengesetzen und gegen den politischen Einfluss der NRA in den Vereinigten Staaten eintritt.

Für Annette Ohme-Reinicke, Vorsitzende der AnStifter, ist Emma González und die Organisation Never Again MSD ein wichtiger Teil der nordamerikansichen Zivilgesellschaft, die sich erfolgreich wehrt gegen Rassismus, Ausländerfeindlichkeit und staatlich geduldeten Waffenhandel.

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