Preisträger*innen stehen fest

Foto: Martin Storz

Verleihung am 19. Dezember um 11 Uhr im Rahmen einer im Theaterhaus Stuttgart stattfindenden Matinee

Nach zwei Abstimmungsrunden steht fest, die belarussische Musikerin und Bürgerrechtsaktivistin Maria Kalesnikava erhält den Stuttgarter FriedensPreis 2021 der AnStifter.

Bis 2020 lebte sie zwölf Jahre in Stuttgart, wo sie u.a. als Projektleiterin des Artemp Festivals tätig war. Dann kehrte sie nach Belarus zurück als Wahlkampfmanagerin für den oppositionellen Präsidentschaftskandidaten Babariko. Nach dessen Verhaftung und der Flucht der Kandidatin Tichanowskaja wurde Maria Kalesnikava  zum führenden Gesicht der Opposition in Belarus. Die Geheimpolizei versuchte, sie gewaltsam in die Ukraine abzuschieben. Maria aber zerriss ihren Pass an der Grenze und wurde daraufhin (im September 2020) in einem Sondergefängnis in Minsk inhaftiert. Wegen „versuchter Machtergreifung“ und Gründung einer „terroristischen Vereinigung“ drohen ihr bis zu zwölf Jahre Haft.

Kalesnikava ist eine Schlüsselfigur der Proteste gegen Alexander Lukaschenko, der Belarus seit 26 Jahren autoritär regiert.

JugendPreis geht an Stuttgarter Schüler*innen

Die Schülerinnen und Schüler des Stuttgarter Wagenburg-Gymnasiums erhalten den von den AnStiftern in diesem Jahr erstmals ausgeschriebenen und mit 2.500 Euro dotierten JugendPreis.

Das Wagenburg-Gymnasium Stuttgart ist einer der vielen Schulen ohne Rassismus. Fremdenfeindlichkeit, Ausgrenzung, Mobbing und Diskriminierung sind bei uns tabu, sagen die SchülerInnen. Sie haben sich verpflichtet, jedes Schuljahr eine Aktion zu diesem Thema zu veranstalten. U.a. gibt es seit 2012 mit dem Netzwerk Courage jedes Jahr mit den 9. Klassen einen Projekttag zum Thema „Vorurteile und Diskriminierung“.

Die Teamer*innen  bearbeiten das Thema mit der Klasse ohne Lehrkraft und besprechen die Ergebnisse und den Verlauf im Anschluss mit der Klassenlehrerin.

Seit 2018 ist das Wagenburg-Gymnasium anerkannte UNESCO-Projektschule.

Anmerkung der Redaktion: In der ursprünglichen Textfassung wurde noch die Schreibweise „Kolesnikowa“ verwendet. Dies entspricht der russischen Schreibweise, wir verwenden von nun an die belarussische Schreibweise.