09. Sandra Hammamy. Aktivistin für Geflüchtete

Die 45-jährige Gießenerin Sandra Hammamy arbeitet am Institut für Geschichte und Kultur der Universität Gießen als Studienberaterin. Vor eineinhalb Jahren entdeckt sie die private Hilfsorganisation Sea Watch, die mittlerweile mit zehn Schiffen aus Deutschland, den Niederlanden und Frankreich Flüchtlinge im Mittelmeer sucht und aus oft maroden Schlauchboten rettet. Sandra Hammamy hilft an den Küsten und auf dem Mittelmeer, kurz vor Libyen. Die „Zeit“ schreibt über sie: „Sie zog Hunderte Menschen aus Schlauchbooten und musste anderen beim Ertrinken zusehen. Sie tröstete Frauen, die ihr Baby verloren hatten, und Kinder, die ihre Mutter vermissten. Sie warb um neue Helfer für die Organisation. Achtmal war sie als Rettungsschwimmerin auf einem Hilfsschiff unterwegs. Sie kann nicht aufhören zu helfen. Wie hältst du das nur aus? Das fragen sie die Leute in Gießen. Sie fragt sich: Wie haltet ihr euer Leben aus?“ Sandra Hammamy versucht bei möglichst vielen Einsätzen mit dabei zu sein, denn die Bilder von den toten Flüchtlingen im Mittelmeer bekommt sie nicht aus dem Kopf.